Große Liebe Dackelglück – Leily & Rufus

Heute starten wir mit der neuen Serie „Große Liebe Dackelglück“

Inspiriert hatte mich dazu eine Begegnung in Hamburg mit Heidi und ihrem Dackel Emil. Deren Geschichte hatte mich sehr berührt. Doch leider formte sich die Idee erst nach meiner Rückkehr nach München, so dass ich keine Kontaktdaten von Heidi & Emil habe. Falls zufällig jemand die beiden kennt, bitte macht sie darauf aufmerksam, denn ich würde liebend gerne auch ihre Geschichte hier erzählen.

Unser erstes Paar sind Leily & Rufus. Die beiden leben im schönen München mit Leilys Mann und einem weiteren Hund. Leily hat ihren Hund damals in die Ehe mitgebracht. Ob Rufus auch ja gesagt hat?

Wie haben Rufus und du euch gefunden?

Wie wir uns gefunden haben? Ja, das war ein ganz besonderer Moment für mich.

Ich mochte Hunde schon immer, doch ich konnte mir ein Leben mit Hund nicht vorstellen. Es paßte einfach nicht. Dachte ich!

Und ohne meine Freundin hätte ich ihn auch nie gefunden. Sie wollte sich damals einen Rauhaardackel anschaffen und fand einen Züchter in Sachsen. Da Sie keine Lust hatte die Strecke alleine zu fahren, bat Sie mich mitzukommen und ich ließ mich überreden. Es war für mich ein reiner Freundschaftsdienst, denn ich fand es sehr umständlich von Bayern bis nach Sachsen zu fahren um sich einen Dackel anzuschaffen. Immerhin ein typisch bayerischer Hund, da müßte es doch auch in der Nähe einen Züchter geben. Aber gut! Wir sind also los.

Dort angekommen gab es mehrere kleine Hündchen. Zur Hälfte schwarze und zur Hälfte braune kleine Rauhaardackel Welpen. Fast alle lagen auf einem Haufen und schliefen. Und natürlich waren sie sehr niedlich. Plötzlich entdeckte ich einen einzelnen kleinen Welpen, der überhaupt keine Lust zum Schlafen hatte. Ein sehr lebendiger und neugieriger Kerl. Der gefiel mir richtig gut.

Wieder zu Hause erzählte ich meiner Chefin von dem kleinen Dackel. Doch ich hatte immer noch nicht vor mir einen anzuschaffen. Ich dachte, das würde mein Leben zu sehr einschränken. Plötzlich fragte sie mich, ob ich ihn haben möchte. „Du weißt, dass das bei uns kein Problem ist. Hunde sind im Büro willkommen.“

Ich war noch nicht ganz überzeugt, habe meine Freundin aber ein zweites Mal nach Sachsen begleitet. Diesmal entdeckte ich ihn schlafend auf einer Treppenstufe. Er sah so unendlich niedlich aus wie sein Köpfchen über der Stufe nach unten hing. Es dauert gar nicht lange und sein kleiner Körper rutschte nach bis er auf der unteren Stufe lag. Ich habe ihn sofort aufgehoben und er schlief in meinen Händen weiter. Da ist es passiert. Ich war rettungslos verliebt und ab diesem Moment war es entschieden: Ich habe einen Hund.

Seitdem gehören Rufus und ich zusammen. Er ist ein Geschenk, das mich jeden Tag zum Lächeln bringt.

“Er ist ein Geschenk, das mich jeden Tag zum Lächeln bringt”

Was hat sich in deinem Leben verändert, seitdem du Rufus hast?

Sehr viel. Es ist tatsächlich nicht mehr daran zu denken, spontan mal eben irgendwohin zu fahren oder stundenlang unterwegs zu sein. Ich bin jetzt verantwortlich für ein kleines Lebewesen, das von mir abhängig ist. Doch ich empfinde es nicht als belastend oder einschränkend. Ganz im Gegenteil, denn er bringt so viel Freude in mein Leben. Jeden Morgen geht mir das Herz auf, wenn ich ihn sehe. Dieser Blick und sein eigensinniger Charakter sind einmalig. Ich habe meine Entscheidung keinen Tag bereut.

Hat Rufus spezielle Gewohnheiten oder Eigenarten und wie begegnest du ihnen?

Wie alle Dackel pflügt er gern alles um, was nicht niet- und nagelfest ist. Nun, ich versuche, ihn davon abzuhalten. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Und er begrüßt gerne Gäste wedelnd und mit einem seiner Spielzeuge im Maul. Doch wehe, man versucht sie ihm abzunehmen, um mit ihm zu spielen – dann wird jeder außer mir angeknurrt. So ganz hat er das Spiel noch nicht verstanden, aber wir arbeiten dran… 

In welcher Situation bringt dich dein Hund richtig zum Lachen?

Im Herbst liebt er es, heruntergefallene Kastanien in ihren stachelartigen Schalen zu erlegen. Ich vermute, er hält sie für – vegetarische – Igel. Diese Marotte lasse ich ihm durchgehen, zumal keiner zu Schaden kommt und er dabei so viel Freude hat! Die Ernsthaftigkeit, mit der er zur Tat schreitet, macht das Ganze besonders lustig!

Was würdest du anderen empfehlen, die schon lange über einen Hund nachdenken. Sich jedoch nicht trauen.

Meiner Erfahrung nach sind Hunde eine riesige Bereicherung, bedeuten aber auch viel Verantwortung und sind zeitintensiv. Daher würde ich es mir gut überlegen. Man könnte mit einem Hund zur Pflege oder nur zum Gassi gehen anfangen, bevor man ins kalte Wasser springt. Insbesondere Jagdhunde müssen gut ausgelastet werden, damit sie keine unerwünschten Marotten entwickeln.

Könntest du dir noch ein Leben ohne Rufus vorstellen?

Natürlich nicht. Ein Leben ohne ihn ist nicht machbar.

Fotos: Angela Schiewer